Rezensionen, Tom Hillenbrand

Tom Hillenbrand „Qube“ [Rezension]

Der Klappentext


Die Handlung …

… setzt sich aus verschiedenen Perspektiven und Handlungssträngen zusammen. Soll heißen, es geht nicht nur um den Mordversuch an Calvary Doyle. Dieser hatte vor seinem Tod unglaubliches herausgefunden, dafür musste er mit seinem Leben bezahlen. Doch dies ist nicht das letzte Mal, dass du von ihm gehört hast.

Weiter geht es mit Fran Bittner, einer Ermittlerin, die den Fall untersucht, und herausfinden soll warum Doyle erschossen wurde.

Ihre Ermittlungen führen sie nicht nur tiefer in dunkle Machenschaften, sondern auch durch verschiedene Körper. Wie? Ja, richtig gelesen, in Qube spielt die Handlung weit in der Zukunft wo es Menschen möglich ist, nach einem Backup ihres fleischlichen Gehirns, ihr Bewusstsein an bestimmten Stationen in Gefäße (präparierte menschliche Körper) zu laden. Diese Menschen nennt man im Buch Quants. Qube ist eine Quanten Technologie.

Dies bietet den Menschen der Zukunft viele Möglichkeiten ihr Leben zu leben. Dieses Vorgehen ist nicht allzu günstig und können sich nur wenige Menschen leisten.

Dann gibt es noch die Perspektive von Franek, einem Einwohner eines Dorfes, in dem ein Zauberer regiert. Was nach Fantasie klingt ist es nur in der Theorie. Denn die „Zauberer“ verfügen über eine hochentwickelte Technik die für die Hinterwäldler wie Zauberei klingt. Es gibt zwei bekannte Reiche die sich nicht allzu gut verstehen. Franek begibt sich mit einer Gefährtin auf eine Reise ins feindliche Königreich, mit einer Nachricht im Gepäck.

Nicht vergessen sollte man Persia, eine Profi Spielerin. Die Spiele in der Zukunft finden in einer holografischen Umgebung statt, wo es natürlich wie bei uns auch verschiedene Genres gibt.

Zu guter letzt gibt es da noch Clifford, dem „Bösewicht“ im Buch. Zumindest hört es sich so an. Was er will? Eine Möglichkeit finden länger als nur ein paar Wochen in einem Gefäß zu verbringen. Obwohl er „nur“ ein normaler Mensch ist. Bisher war es so, dass bei zu langer Abwesenheit vom Stammkörper (dem Hauptkörper der Person ) das digitale Gehirn abstürzt und das Bewusstsein ausradiert wird. Anscheinend gibt es irgendwo auf der Welt einen Hack um dieses Problem zu umgehen.

Die eigentliche Handlung wird erst im Laufe des Buches klar. Bis zur Hälfte musst du damit Leben mit Infos aus dem Vorgänger und der Geschichte der verschiedenen Charaktere gefüttert zu werden.

Kleine Anmerkung am Rande: Ich habe erst ab der Hälfte des Buches mitbekommen, dass es sich bei diesem Buch um den Nachfolger von „Hologrammatica“ handelt. Dort werden Ereignisse die in diesem Buch behandelt werden nochmal genauer erklärt. Solltest du wie ich mit Qube anfangen, keine Sorge, viele Begriffe und vergangene Ereignisse werden gründlich erklärt.


Mein Fazit

Das Buch war alles andere als leicht. Viele Handlungsstränge, einer lief irgendwann ins Leere, ein anderer war für die Handlung nicht zwingend notwendig. Die verbleibenden Stränge fließen gegen Ende zusammen.

Eine Sache die recht schnell klar war: Bei dem Buch handelt es sich um einem reinrassigen SciFi Roman mit einem Hang zum Fantasy Genre.

Was ich mir die ganze Zeit fragte war: Wo ist jetzt der Thriller Teil? Diese Frage wurde mir am Ende nicht beantwortet. Du wirst also als Fan des Genres bitter enttäuscht sein.

Positiv war hingegen die Tatsache, dass du den Vorgänger (Hologrammatica) nicht zwingend gelesen habe musst. Sämtliche Begrifflichkeiten oder vergangene Ereignisse die wichtig sind werden erklärt.

Hat mir das Buch gefallen? Wäre ich mit der Erwartung an das Buch gegangen, dass es sich dabei um einen Thriller handelt, wäre es nach wenigen Seiten gegen die Wand geflogen.

Als SciFi Roman hingegen konnte es bei mir punkten. Es war nicht perfekt, aber spannend genug um das Buch nicht in der Ecke vergammeln zu lassen. Das Ende kam schnell und war etwas seltsam. Solide ist eine passende Bewertung.

Hast du Qube oder den Vorgänger Hologrammatica gelesen?


VerlagKiwi (Kiepenheuer & Witsch)
AutorTom Hillenbrand
GenreSciFi, Thriller
Seitenanzahl545
Erscheinungsjahr2020

Vielen Dank an Netgalley für die Bereitstellung der eBook Version

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