Marie Grasshoff, Rezensionen

Marie Grasshoff „Cyber Trips“ [Rezension]

Der Klappentext


Die Handlung …

… knüpft direkt am Ende des ersten Teils „Neon Birds“ an. Der Moja der vierten Generation hatte eine Bombe riesigen Ausmaßes überlebt. Wie sich im späteren Verlauf der Geschichte herausstellt bezeichnet sich dieser Moja als KAMI höchstpersönlich.

Ihr Ziel ist ungewöhnlich für eine angeblich aggressive KI. Sie möchte den Menschen auf ihre Art und Weise helfen, da diese sich zuviel Leid zufügen und KAMI dies nicht nachvollziehen kann warum das so ist.

Davon weiß die Regierung natürlich nichts. Sie versuchen weiter KAMI und den Moja Einhalt zu gebieten und schnellstmöglich aus dem Weg zu räumen.

Immer wieder wechselt die Handlung zwischen den bereits bekannten Charakteren hin und her. Okijen, Andra, Flover, Luke, Bythan, Marshall, Liza, Alaska, und Shiva bekommen ihre eigenen Handlungsstränge spendiert die zur gesamten Handlung beitragen. Der Vorteil liegt dabei auf der Hand, die Autorin gibt uns die Möglichkeit die Charaktere besser kennen zu lernen. Denn jeder von Ihnen hat eine Geschichte zu erzählen die aufgrund des Aufbaus im ersten Teil etwas zu kurz kam.

Das heißt das die erste Hälfte, mit Ausnahme der wenigen Peaks, nahezu ruhig verläuft. Es werden Vorbereitungen getroffen, Gruppen infiltriert, mit KAMI gesprochen, Zweifel gehegt und wie es nicht anders hätte sein können Okijen und Andra kommen sich näher.

Ab der zweiten Hälfte kommt dann langsam aber sicher die gewünschte Action. Menschen werden zu Mojas, KAMI dreht aufgrund des Verhaltens der Menschen durch, die Regierung wird nach und nach zerlegt, die Welt bröselt vor sich hin. Eine Einleitung zum dritten Teil wurde geschaffen.


Fazit

Still beginnt Cyber Trips. Klar, im ersten Teil „Neon Birds“ ist im wahrsten Sinne des Wortes die Bombe geplatzt. KAMI hat diese Explosion locker weggesteckt und ist verschwunden. Daher verläuft die erste Hälfte des Buches eher ruhig.

Heißt aber nicht, dass einem beim Lesen das Gesicht einschläft. Diese Ruhepause nutzt die Autorin geschickt aus um uns die vielen Charaktere, die meist ein eigenes Kapitel bekommen, näher zu bringen. Sie bekommen sprichwörtlich mehr Charakter.

Währenddessen bleibt die Welt natürlich nicht stehen, so läuft diese chaotisch nebenbei weiter.

Im Groben kann man sagen, dass die Vorbereitungen für ein Treffen mit KAMI getroffen werden, die Charaktere zuerst alleine dastehen und dann am Ende mit den anderen zusammenkommen, die Regierung versucht die Moja mit Waffengewalt einzudämmen, uvm.

Dieser Teil hat mir wieder sehr gut gefallen. Durch die Ruhe konnten die Charaktere mehr ins Licht gerückt werden um sich zu entfalten.

Das einzige was mich etwas zum Grübeln gebracht hat ist, ist das Alter der Charaktere, vor allem ob Okijen nicht etwas zu jung für seine Position ist? Ich meine in unserem Militär wirst du mit Anfang zwanzig was ich weiß nicht einfach so ein hochrangiger Offizier. Aber das ist Erbsenzählerei, wollte es nur anmerken. Das ist Fiktion. Punkt.

Habt ihr das Buch gelesen? Wie fandet ihr den Nachfolger zu Neon Birds?


VerlagBastei Lübbe
AutorMarie Grasshoff
GenreCyberpunk, Science Fiktion
Seitenanzahl440
Erscheinungsjahr2020

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