Jasmin Schreiber, Rezensionen

Jasmin Schreiber „Marianengraben“ [Rezension]

Vorwort

Dein Leben scheint perfekt zu sein. Bis ein geliebtes Familienmitglied plötzlich verstirbt. Du sinkst herab auf den Grund deiner Psyche. Depressionen suchen dich heim.

Du warst nicht dabei als der geliebte Mensch aus dem Leben gerissen wurde. Du hättest ihm helfen können. Aber wie solltest du auch wissen, dass dieser Mensch stirbt?

Wäre es anders gelaufen wenn deine schützenden Arme vor Ort gewesen wären?

Könnte die Person weiter leben? Wie lange hätte es gedauert bis der Tod diese wieder heimgesucht hätte?

Nun sitzt du da, unfähig weiter zu leben als wäre alles in Ordnung. Denn das ist es nicht.

Wie gehst du damit um?

Trauerst du ein paar Tage und behältst die Person für immer in deinem Herzen?

Oder sehnst du dich nach dessen Anwesenheit und sorgst dafür, dass du so schnell wie möglich am gleichen Ort landest wie der geliebte Mensch?


Der Klappentext


Die Handlung …

… beginnt mit der Vorstellung der Protagonistin. Ihr Leben vor dem Tod ihres Bruders wird uns als unbeschwert, locker und liebevoll beschrieben. Paula und Tim sind ein Geschwisterpaar, dass zu schön um wahr zu sein scheint. Immer wieder bekommen wir während der Handlung einen Einblick in das Leben der Beiden vor dem Unglück.

Dies macht es uns möglich das Verhalten von Paula besser nachvollziehen zu können. Doch lange bleibt sie nicht alleine.

Eines Nachts, als sie ihren Bruder am Grab besucht, trifft sie auf Helmut. Dieser besuchte auch gerade einen geliebten Menschen.

Danach wollte Paula eigentlich nur in ihre leere und trostlose Wohnung zurück um dort vor sich hin zu vegetieren.

Doch wie es der Zufall so will begeben sich Helmut und Paula auf eine Reise. Denn er hat, bevor er nicht mehr dazu in der Lage ist, noch einiges zu erledigen. Um was es sich dabei handelt wird Paula nach und nach klar.

In dieser Zeit hat sie viele Momente für sich um über ihr bisheriges Leben ohne ihren geliebten Bruder, Gedanken zu machen, und wie es in Zukunft so weiter gehen soll. Doch noch fehlt ihr die nötige Kraft sich aufzuraffen.

Je länger Paula mit Helmut unterwegs ist, desto mehr merkt sie, dass sie ihrem Bruder zuliebe nicht aufgeben soll. Dies wird von der Autorin mit einer steigenden Wassertiefe (in der Kapitelüberschrift) gezeigt.

Wie geht die Geschichte weiter mit Paula und Helmut? Wohin führt sie die Reise?

Mein Fazit…

… fällt sehr gut aus. Dieses Buch war mal wieder etwas anderer Natur.

Paula ist verständlicherweise am Anfang der Handlung traurig, und unfähig ihr Leben weiterzuführen.

Warum das Buch ausgerechnet Marianengraben heißt wird uns schon am Anfang des Buches gezeigt.

Eines Nachts trifft sie auf Helmut, der zufälligerweise auch gerade einen geliebten Menschen besucht. Wie es der Zufall so will, und weil Paula etwas Abwechslung gut gebrauchen kann, begeben sich die Beiden auf eine Reise durch schöne Landschaften. Helmut scheint einiges geplant zu haben.

Die Handlung fand ich wirklich schön. Traurig und schön zugleich. Beide Eigenschaften wechselten sich immer wieder ab.

Kaum lachte Paula, im nächsten Moment heulte sie wie ein Schlosshund.

Immer wieder bekommen wir einen Einblick wie es damals war, und schwenkt dann wieder in die Gegenwart. Helmut ist natürlich auch nicht frei von Trauer, er erzählt immer wieder aus seinem Leben. So trösten sie sich immer wieder gegenseitig.

Die Tiefe der Trauer wird durch eine sinkende Zahl repräsentiert. Von 11000 bis 0. Je besser es Paula geht, desto weniger wird diese.

Kennt ihr das Buch? Wie hat es euch gefallen?

Ich möchte mich an dieser Stelle noch bei der Tyrolia Buchhandlung für das Leseexemplar bedanken. 🙂

VerlagEichborn Verlag (Bastei Lübbe Verlag)
AutorJasmin Schreiber
GenreLiterarische Fiktion
Seitenanzahl252
Erscheinungsjahr2020

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